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Archive for April 2012

Nochmal „NSU“ – wird scheints doch nicht ganz vergessen….gottseidank möchte man sagen

Also, hab mal im Kalender geguggt, heute ist der 20. April…war da nicht mal was vor langer, langer Zeit in unserem Land, in einer Zeit in der hinterher alle sagten Adolf Hitler wäre es allein gewesen???

Habe ja im Februar schon was geschrieben zu diesem „nationalsozialistischem Untergrund“, kurz „NSU„, die Geschichte geht weiter…

Gestern (OK, um Mitternacht…) also die Eltern von Uwe Böhnhardt im Interview bei Panorama, heute steht in der Zeitung Otto Schily übernimmt als ehemaliger Innenminister die politische Verantwortung für die Fahndungspannen. Ist ja doch beruhigend das dies unrühmliche Geschichte aus der neueren deutschen Geschichte nicht ins Vergessen abdriftet.

Aber etwas beunruhigend sind diese häufigen Pannen schon in der ganzen Geschichte, unfundierte Ermittlungen gegen Angehörige, beschämende und seelisch verletzende Verdächtigungen gegen Opfer sie seien ins kriminelle Milieu verstrickt (ein Vorwurf der wohl bei Migranten sehr schnell ausgesprochen wird) und nicht zuletzt das DNA-Phantom nach der Ermordung der Heilbronner Polizistin.

Merkwürdig finde ich dass dies alles eher doch im stillen bleibt, gäbe es doch reichlich Stoff für Recherchen und Diskussionen. Was da polizei- und politikintern alles diskutiert wird und wurde ist eher häppchenweise in der breiten Öffentlichkeit zu finden. Ob sich da doch einige gewaltig schämen? Und Angst um ihre Pöstchen haben?

Mich jedenfalls interessiert es weiter und ich hoffe das da spätestens zum Prozess gegen Beate Zschäpe noch einiges ans Licht kommt. Laut dem Wikipediaartikel wird ja auch gegen den Thüringischen Verfassungsschutz ermittelt.

Und bundesweit wird erneut ein NPD-Verbot angestrebt, ein Versuch eines solchen war ja bereits 2003 am Bundesverfassungsgericht  gescheitert da zu viele, bezahlte!!!!, V-Männer der jeweiligen Überwachungsbehörden dort in dieser „Partei“ tätig waren. War ja 2003 schon eine peinliche Blamage oder? Also, die V-Leute wurden nun angeblich abgezogen. Nun meint aber derzeit Herr Innenminister Friedrich von der CSU ein Verbot sei gar nicht so einfach auch wenn die V-Leute nun weg sind. Ein Zusammenhang mit den Taten der „NSU“ sei ja nicht zu beweisen. Und auch aus Reihen der FDP kommen ähnliche Töne, eine weitere Blamage bei einem nicht zum Erfolg führenden Verbotsverfahren sei ein „Risiko“. Das die NPD nachweislich rechtsextremes Gedankengut verbreitet und teils gewaltbereite Anhänger mit oft auch öffentlichem martialischem Verhalten in ihren Reihen marschieren scheint nicht zu interessieren. „Aha“ denk ich mir da, „die NPD darf also munter weitermachen, nun sogar mit beschränkter Überwachung da die V-Leute weg sind????? Oder hab ich da jetzt was falsch verstanden????“

Kategorien:Gedanken zur Welt

Meine Computer und Ich

Also, es geht um meine Sozialisation mit dem Computer, der Entwicklung der Jahre und wo ich jetzt stehe zu dem Thema. Hat ja nichts die Welt seit der offiziellen Erfindung des Buchdrucks durch Herrn Gutenberg im 15. Jahrhundert so verändert als die Computer und das Internet. Und ich hatte die geschichtliche Ehre dies mitzuerleben, diese Revulotion der Informationstechnologie. Stimmt, sie auch, die sie hier mitlesen.

Also, meine Anfänge mit Computern gehen in die frühen 80er des letzten Jahrhunderts zurück. An der Schule besuchte ich einen freiwilligen Informatikkurs und über meine Eigenschaft als Schriftführer des hiesigen Jugendzentrums stand dann auch ein Computer bei mir zu hause. Damals waren bei Grosscomputern durchaus noch Lochkarten üblich, ich verfügte über Maschinen denen man das Betriebssystem (DOS) und Programme über eine Kassette einlesen konnte. Für die jüngeren, Kasetten waren diese uralt-verstaubten Ton- und Datenträger auf Magnetband der damaligen Zeit. Also, so nach ca. 5-10 Minuten einlesen von der Kasette war der Computer startklar. Programmiert wurde mit BASIC. Nach der Schule und dem nicht mehr Schriftführer sein war dann erstmal Pause bis ich dann Anfang der 90er mir einen ersten eigenen gebraucht gekauft habe, mit Drucker (Nadelpin). Da gabs dann schon verbessertes DOS und ich glaube Word5 war installiert. Aber Grundlage war immer noch DOS. Das hies alles per Hand über eine Befehlszeilenstruktur zu steuern. Gab man etwas ein war das über die Tastatur, eine Maus hatte der damals noch nicht. Aber er erledigte Briefe und andere Dokumente. meine ersten Bewerbungen habe ich damals, sogar als Serienbrieffunktion, verschickt. Nein, nicht über das Internet, das kannte ich noch nicht, ausgedruckt, eingetütet, Briefmarke drauf und ab damit. Wieder einige Jahre später kam ich dann über den Job mit Windows in Berührung, Version 3.1 war das. Alles neu, alles anders aber eben neu. Auch Ender der 90er machte ich meine ersten Erfahrungen mit dem Internet, dauerte aber ne Weile bis ich, damals in Afrika und Bangladesh tätig, aufrüstete und mir meine erste eigene e-mail Adresse holte: klamari@yahoo.com. Die habe ich heute noch, grins. Naja, dann gings ja immer schneller, die Computer wurden schneller, die Verbindungen wurden schneller, das “soziale Netzwerken” wurde erfunden und heute kauft eine Firma namens Facebook (”Gesichts- oder Fratzenbuch”?) für eine Milliarde Dollar mal eben eine Firma namens Instagram, da die mit 13 Mitarbeitern digitale Fotos alt aussehen lassen können. Auf dem “Smartphone” und im “asozialen Netzwerk”.

Mal ehrlich, wer hat heute kein Smartphone und kann sich das Leben ohne mobiles telefonieren, ohne Internet und ohne “asoziale, der Werbewirtschaft dienende” Netzwerke noch vorstellen?

OK, ich habs erlebt wie sich das entwickelte und manch jüngere starren mich an, wenn ich dann aus “meiner Computerjugend” erzähle als würde ich berichten dass in meiner Jugend bei der Verwandtschaft das Klo noch 100m übern Hof ein hölzernes Scheisshäusserl war. War aber so. Und nun bin ich eben auch internetfähig. Facebook und ähnliches halte ich aber im übrigen in Grenzen, ist ja erschreckend was da alles nachgooglebar ist. Tja Google, eh so ein Sammelkrake für Daten und alles was es wert und nicht wert ist auf Dauer verewigt zu werden. Aber Kohle wird im Netz nun ohne Ende gescheffelt scheint es. Und soziales? Es geht unter bei all den vielen “Freunden” die man so im Netzwerk hat und bei all den Buttons die ausdrücken sollen was und wen ich mag. Ich hab ne Handvoll Freunde im “wirklichen” Leben und dabei bleibts.

Kategorien:Gedanken zur Welt