10.08.2012 Zielvorgaben? Sinn und Unsinn der “Management-Tools”

Also, ich les ja immer etwas rum um am Puls der Zeit zu bleiben. Heute stiess mir folgendes auf: Unser Innenminister, ja, der aus Bayern, sorgt sich ums Image. Steht doch da zu lesen das es “Zielvorgaben” gab für deutsche Sportler bei Olympia. Eine bestimmte Anzahl an Medaillen aller Farben sei vorgegben. Zitat Yahoo: “Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich von der CSU setzt alle Hebel in Gang, um zu verhindern, dass während der Olympischen Spiele die Medaillenziele Deutschlands an die Öffentlichkeit durchsickern. Das Berliner Verwaltungsgericht hatte eine Offenlegung angeordnet. Friedrich legt gegen das Urteil Beschwerde ein.“ Aha, denk ich mir da, welch ein Unfug, planbare Siege bei Olympia….und das ohne Doping? Erinnert sich jemand? “Führer befiehl, wir folgen dir”.

Ja, da fällt mir aber noch etwas ein, ist wohl eher weit schlimmer. Zielvorgaben in unseren Krankenhäusern! Da wird vereinbart welche wirtschaftlichen Leistungen durch Mediziner erbracht werden sollen. In der Ärztezeitung vom März machte sich da bereits ein Chefarzt Luft, “Schraubzwinge des Geldes”, das war vor dem Organtransplantationsskandal. „Früher war Geld Mittel zum Zweck der Versorgung von Kranken, heute dient die Versorgung von Kranken als Mittel zum Zweck der Erzielung und Optimierung von Einnahmen.“ Aufgefallen war ja bei den Transplantationen die ungewöhnliche Zunahme der durchgeführten Behandlungen.

Ich gebe dem Kommentar des Herrn Westphal auf “Tabula Rasa Jena” recht, die Zunahme der Kommerzialisierung in vielen Bereichen führt zu menschenunwürdigen Taten in vielen Bereichen, ethisch mich am betreffendsten eben im Bereich der Medizin. Aber wir erleben es ja auch bei den Banken, Gewinne werden gemacht und der Steuerzahler zahlt dann den “Rettungsschirm”.

Zitat Michael Westphal:  “Zusammenfassend ist festzustellen, dass das Gesundheitswesen in der Bundesrepublik Deutschland immer mehr in den Teufelskreis gerät, den man als „Tanz um das goldene Kalb“ bezeichnen kann, wobei finanzielle Erwägungen den Vorrang haben. Es kann nicht sein, dass Verantwortliche trotz besserer Behandlungsmöglichkeiten Patienten aus Kostengründen schlechter behandeln, und dafür noch finanzielle Vorteile und Privilegien genießen. Es darf nicht sein, dass mutige Ärzte, welche im Interesse der Patienten handeln, weiterhin zur Strafe noch benachteiligt werden. Was Zahlungen von Bonifikationen auf dem Bankensektor bewirkt haben, und noch bewirken, dürfte bekannt sein. Dass ca. 70% der Ärzte aufgrund der Vorschriften, welche Einsparungen gewährleisten sollen, die Therapiefreiheit nicht mehr als gegeben ansehen, sei am Rande erwähnt. Auch die Tatsache, dass das System mit einer unerträglichen Drangsalierung für die behandelnden Ärzte verbunden ist, dürfte nicht zu bestreiten sein.”

Auch Juristen leben davon, siehe der “Chefärzte Brief”, hier wird erörtert wie der “Bonus” am besten organisiert wird.

Hier noch ein Bericht über einen der den Hals vor Ehrgeiz und wohl auch Gewinnstreben nicht vollkriegen konnte. “Betrug bei Studien” bei nordbayern.de.

Wehret den Anfängen kann man da nur rufen und hoffen dass sich auch noch Ärzte finden lassen die die Medizin in ihren Ansprüchen vor das finanzielle Wohl stellen.

Brot und Spiele für das Volk…..droht der Untergang der Zivilisation?

Gestern war ja der Vater- Männer- oder auch Herrentag, so kurz nach dem Muttertag also nun der Festtag der Männer. Ach ja, manchen dürfte er auch als christlicher Feiertag „Christi Himmelfahrt“ bekannt sein. Was machen also die Herren am Vatertag? Eben, das was „echte“ Männer so machen, sie packen einen Leiter- oder Bollerwagen voll mit Bier, schmücken diesen und sich selbst so das alles lustig aussieht und ziehen saufend durch die Gegend. Heutzutage fehlt meist auch der Einmalgrill oft nicht mehr in der Ausrüstung, Männer lieben ja das Spiel mit dem Feuer. Aber genau dies Spiel mit dem Feuer greift ja überall um sich, folglich durften gestern einige Spinner nicht fehlen die dann in Bierzelten sog. Bengalos und Böller zündeten…Folge waren dann mehrere Verletzte. Ja, selbst ein Milliarden Großprojekt wie der neue Berliner Flughafen wird nun aus Angst vor mittlerweilen allgegenwärtigen Feuergefahren blamablerweise wegen noch nicht komplettem Brandschutz erst nächstes Jahr eröffnet…haben die Angst vor herumfliegenden Fußballrowdies?

Der Fußballfan hats ja vorgemacht in den letzten Wochen, Rauch und Lichter in den Stadien, Chaos aus lauter Übermut dann inklusive. Am Dienstag hatte nach dem endlich beendeten Massengladiatorenrelegationsspiel sogar der Kapitän der evtl. in die Bundesliga aufsteigenden Fortuna Düsseldorf, Andreas Lambertz, ein bengalisches Feuer in der Hand. Naja, immerhin kommt es jetzt zu etwas das auch angeblich viele Frauen geniessen, zu einem Nachspiel nämlich, nein, nicht was sie denken, hat nichts mit Sex zu tun, es geht vor die Justiz und Gerichte, sportlich wie gesellschaftlich. Und da kommt einiges ans Tageslicht was man eigentlich im Sport nicht erleben möchte…laut Schiedsrichteraussagen haben sich einige der hochbezahlten Fußballprofis ziemlich daneben benommen, „echte Männer“ eben.

Erinnert sich jemand an den Schulunterricht? Die alten Römer mit ihren „panem et circenses„? Ich zitiere aus Wikipedia:

Der Ausdruck bezeichnet auch heute noch die Strategie politischer (oder industrieller) Machthaber, das Volk mit Steuersenkungen, Wahlgeschenken und eindrucksvoll inszenierten Großereignissen von wirtschaftlichen oder politischen Problemen abzulenken.

Dies kritisiert aber gleichzeitig auch eine abgestumpfte Gesellschaft, deren Interesse über elementare Bedürfnisse und „niedere Gelüste“ nicht hinausgeht. Eine moderne Abwandlung des Ausdrucks kam in Deutschland durch einen Postkartenentwurf von Wolfgang Flatz in Umlauf: „Fressen, ficken, fernsehen“.

Aha, wird es nun evtl. manchen in den Sinn kommen, darum also all das, darum zahlt der Steuerzahler die Riesenaufgebote an Polizei vor allen Fussballspielen, darum wird trotzdem gegen Fußballchaoten nicht so energisch vorgegangen wie z.B. gegen Atomkraft oder die Auswüchse des Kapitalismus demonstrierenden Bürgern. Alles gewollte Ablenkung vor den Problemen der Politik und der Wirtschaft? Oh, stimmt ja, hätte ich jetzt vor lauter Fussball fast ganz vergessen (morgen ist ja z.B. schon wieder so ein „Höhepunkt“, Championsleague-Finale), war da noch was? Griechenland und Schuldenkrise? JPMorgan´s verzockte Milliarden? In China ist ein Fahrad umgefallen?

Na, wer im Geschichtsunterricht aufgepasst hat wird sich erinnern, das mächtige römische Weltreich zerfiel und übrig blieben nur die „Klassiker“ mit denen man mich dann im Lateinunterricht quälte….mag mir gar nicht vorstellen wie künftige Generationen in 1000 Jahren mit den Klassikern von heute gequält werden, die müssen dann wohl „SportBILD“ und „kicker“ übersetzen um den Untergang der jetzigen Zivilisation zu verstehen?

Na dann Prost Mahlzeit

P.S. Jetzt sage bloss keiner ich solle wegen fehlender Zitate meinen Bloggertitel zurückgeben oder gar zurücktreten.

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Nochmal „NSU“ – wird scheints doch nicht ganz vergessen….gottseidank möchte man sagen

Also, hab mal im Kalender geguggt, heute ist der 20. April…war da nicht mal was vor langer, langer Zeit in unserem Land, in einer Zeit in der hinterher alle sagten Adolf Hitler wäre es allein gewesen???

Habe ja im Februar schon was geschrieben zu diesem „nationalsozialistischem Untergrund“, kurz „NSU„, die Geschichte geht weiter…

Gestern (OK, um Mitternacht…) also die Eltern von Uwe Böhnhardt im Interview bei Panorama, heute steht in der Zeitung Otto Schily übernimmt als ehemaliger Innenminister die politische Verantwortung für die Fahndungspannen. Ist ja doch beruhigend das dies unrühmliche Geschichte aus der neueren deutschen Geschichte nicht ins Vergessen abdriftet.

Aber etwas beunruhigend sind diese häufigen Pannen schon in der ganzen Geschichte, unfundierte Ermittlungen gegen Angehörige, beschämende und seelisch verletzende Verdächtigungen gegen Opfer sie seien ins kriminelle Milieu verstrickt (ein Vorwurf der wohl bei Migranten sehr schnell ausgesprochen wird) und nicht zuletzt das DNA-Phantom nach der Ermordung der Heilbronner Polizistin.

Merkwürdig finde ich dass dies alles eher doch im stillen bleibt, gäbe es doch reichlich Stoff für Recherchen und Diskussionen. Was da polizei- und politikintern alles diskutiert wird und wurde ist eher häppchenweise in der breiten Öffentlichkeit zu finden. Ob sich da doch einige gewaltig schämen? Und Angst um ihre Pöstchen haben?

Mich jedenfalls interessiert es weiter und ich hoffe das da spätestens zum Prozess gegen Beate Zschäpe noch einiges ans Licht kommt. Laut dem Wikipediaartikel wird ja auch gegen den Thüringischen Verfassungsschutz ermittelt.

Und bundesweit wird erneut ein NPD-Verbot angestrebt, ein Versuch eines solchen war ja bereits 2003 am Bundesverfassungsgericht  gescheitert da zu viele, bezahlte!!!!, V-Männer der jeweiligen Überwachungsbehörden dort in dieser „Partei“ tätig waren. War ja 2003 schon eine peinliche Blamage oder? Also, die V-Leute wurden nun angeblich abgezogen. Nun meint aber derzeit Herr Innenminister Friedrich von der CSU ein Verbot sei gar nicht so einfach auch wenn die V-Leute nun weg sind. Ein Zusammenhang mit den Taten der „NSU“ sei ja nicht zu beweisen. Und auch aus Reihen der FDP kommen ähnliche Töne, eine weitere Blamage bei einem nicht zum Erfolg führenden Verbotsverfahren sei ein „Risiko“. Das die NPD nachweislich rechtsextremes Gedankengut verbreitet und teils gewaltbereite Anhänger mit oft auch öffentlichem martialischem Verhalten in ihren Reihen marschieren scheint nicht zu interessieren. „Aha“ denk ich mir da, „die NPD darf also munter weitermachen, nun sogar mit beschränkter Überwachung da die V-Leute weg sind????? Oder hab ich da jetzt was falsch verstanden????“

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Meine Computer und Ich

Also, es geht um meine Sozialisation mit dem Computer, der Entwicklung der Jahre und wo ich jetzt stehe zu dem Thema. Hat ja nichts die Welt seit der offiziellen Erfindung des Buchdrucks durch Herrn Gutenberg im 15. Jahrhundert so verändert als die Computer und das Internet. Und ich hatte die geschichtliche Ehre dies mitzuerleben, diese Revulotion der Informationstechnologie. Stimmt, sie auch, die sie hier mitlesen.

Also, meine Anfänge mit Computern gehen in die frühen 80er des letzten Jahrhunderts zurück. An der Schule besuchte ich einen freiwilligen Informatikkurs und über meine Eigenschaft als Schriftführer des hiesigen Jugendzentrums stand dann auch ein Computer bei mir zu hause. Damals waren bei Grosscomputern durchaus noch Lochkarten üblich, ich verfügte über Maschinen denen man das Betriebssystem (DOS) und Programme über eine Kassette einlesen konnte. Für die jüngeren, Kasetten waren diese uralt-verstaubten Ton- und Datenträger auf Magnetband der damaligen Zeit. Also, so nach ca. 5-10 Minuten einlesen von der Kasette war der Computer startklar. Programmiert wurde mit BASIC. Nach der Schule und dem nicht mehr Schriftführer sein war dann erstmal Pause bis ich dann Anfang der 90er mir einen ersten eigenen gebraucht gekauft habe, mit Drucker (Nadelpin). Da gabs dann schon verbessertes DOS und ich glaube Word5 war installiert. Aber Grundlage war immer noch DOS. Das hies alles per Hand über eine Befehlszeilenstruktur zu steuern. Gab man etwas ein war das über die Tastatur, eine Maus hatte der damals noch nicht. Aber er erledigte Briefe und andere Dokumente. meine ersten Bewerbungen habe ich damals, sogar als Serienbrieffunktion, verschickt. Nein, nicht über das Internet, das kannte ich noch nicht, ausgedruckt, eingetütet, Briefmarke drauf und ab damit. Wieder einige Jahre später kam ich dann über den Job mit Windows in Berührung, Version 3.1 war das. Alles neu, alles anders aber eben neu. Auch Ender der 90er machte ich meine ersten Erfahrungen mit dem Internet, dauerte aber ne Weile bis ich, damals in Afrika und Bangladesh tätig, aufrüstete und mir meine erste eigene e-mail Adresse holte: klamari@yahoo.com. Die habe ich heute noch, grins. Naja, dann gings ja immer schneller, die Computer wurden schneller, die Verbindungen wurden schneller, das “soziale Netzwerken” wurde erfunden und heute kauft eine Firma namens Facebook (”Gesichts- oder Fratzenbuch”?) für eine Milliarde Dollar mal eben eine Firma namens Instagram, da die mit 13 Mitarbeitern digitale Fotos alt aussehen lassen können. Auf dem “Smartphone” und im “asozialen Netzwerk”.

Mal ehrlich, wer hat heute kein Smartphone und kann sich das Leben ohne mobiles telefonieren, ohne Internet und ohne “asoziale, der Werbewirtschaft dienende” Netzwerke noch vorstellen?

OK, ich habs erlebt wie sich das entwickelte und manch jüngere starren mich an, wenn ich dann aus “meiner Computerjugend” erzähle als würde ich berichten dass in meiner Jugend bei der Verwandtschaft das Klo noch 100m übern Hof ein hölzernes Scheisshäusserl war. War aber so. Und nun bin ich eben auch internetfähig. Facebook und ähnliches halte ich aber im übrigen in Grenzen, ist ja erschreckend was da alles nachgooglebar ist. Tja Google, eh so ein Sammelkrake für Daten und alles was es wert und nicht wert ist auf Dauer verewigt zu werden. Aber Kohle wird im Netz nun ohne Ende gescheffelt scheint es. Und soziales? Es geht unter bei all den vielen “Freunden” die man so im Netzwerk hat und bei all den Buttons die ausdrücken sollen was und wen ich mag. Ich hab ne Handvoll Freunde im “wirklichen” Leben und dabei bleibts.

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Ich melde mich mal wieder…

Also, ehe es hier langweilig wird hab ich mir gedacht ich schreib mal wieder was

Aber da grad soviel passiert wird es nur pürriertes und kurz angeschnittenes geben.

Als erstes die „Quote“ im deutschen Fernsehen:

Also, den Thomas Gottschalk kenne ich aus meiner Jugend, nein  nicht persönlich direkt, aber doch, ich kenne ihn. Aus dem Bayerischem Rundfunk, da hat der Ende der Siebziger, Anfang der Achtziger des letzten Jahrhunderts im Radio moderiert. Da sass ich noch mit Kasettenrekorder ausgerüstet vor dem Radio-Kasettenrekorder und habe die Hits der damaligen Jahre raubkopiert. Nur der Gottschalk, der hat dann dann immer zu früh das quasseln angefangen oder zu spät aufgehört, er hat genervt da er die Kasettenaufnahmen zerstörte mit seinem Gequassel. Naja, sei ihm verzeiehen, ich habe sein „Pop nach acht“ gern gehört.

Nun also im ARD-Fernsehen auf dem ersten Programm, abends um ca. halb Acht. Und die Medienwelt ergibt sich in Debatten. Beispielhaft jetzt mal nur ein SPON-Artikel vom 09.02.12, OK, ist schon ne Weile her aber egal, ändert nichts an dem was ich ausdrücken will.

Also, er habe abends um halb Acht, zur Zeit in der Mensch sich evtl. noch mit Abendessen und Familie beschäftigt nur 1,2 Millionen Zuschauer gehabt. Die „Rosenheimcops“ bei der Konkurrenz aber 5,21 Millionen Zuschauer. So, das wird dann in Quoten umgerechnet. OK, ich zitiiere weiter den Artikel: Mit Nina Hagen als Gast hatte er 1,35 Millionen Zuschauer, also „dürftige“ 4,8% Quote. Nun folgt Mathematik. 4,8 von Hundert sind bei 1,35 Millionen Zuschauern  27 Millionen Zuschauer. Bei ca 80 Millionen Einwohnern ergäbe das also ca.  27/80, also ca. 34% angenommene potentielle Fernsehgugger. Na, hallo, da frag ich mich doch wie schlimm es ist mit dem Fernseher wenn am frühen Abend schon ein gutes Drittel der Zuschauer vor dem Fernseher sitzt. Ziehen wir mal die Schichtarbeiter, Kleinkinder und Altersdementen ab von den ca 80 Millionen…Dann wäre ja ca. die Hälfte der Menschen in diesem Lande abends um halb Acht ein potentieller und angenommener Fernsehgugger….ohje, da kanns mir nur grausen wenn dem wirklich so ist und die Menschen nichts besseres mehr zu tun haben als in die Glotze zu starren.

Na dann, rechnets mir nochmal vor, ich hoffe ja ich habe da nen Fehler gemacht…

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Bitte ein Ende mit dem Herrn Wulff

Ich habe es satt…seit Monaten fast täglich eine neue Talkrunde im Fernsehen in der es um diesen Herrn Wulff geht. Lasst ihn und mich doch nun endlich in Ruhe, gönnt ihm seine Abwrackprämie und steckt ihn dahin wo er hingehört, ins Geschichtsbuch als gewaltiger Fehltritt.
Was soll man noch sagen wenn er selbst nun für den umstrittenen Zapfenstreich noch ein viertes Lied als Zugabe will? Er begreifft nichts und das wird sich wohl nicht ändern. Also demnächst dann wirkllich als C-Promi im Dschungelcamp, ab dafür. Aber bitte bitte, hört auf diesem gescheitertem Mann täglich eine Sendung zu widmen.
Als Bundespräsident hat er es nicht gebracht,
als Medienzausel wird er es auch nicht lange bringen.
Also bitte Schluss der Debatte, es gibt wichtigeres als diesen Herrn.

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Wider das Vergessen – Gedenken an „NSU“-Opfer

24. Februar 2012 2 Kommentare

Wie hoffentlich bekannt wurde gestern in einem Staatsakt sowie einer Schweigeminute der Opfer der rechtsextremen Gruppe aus Zwickau gedacht und Frau Merkel, die Bundeskanzlerin, bat die Angehörigen um Verzeihung. Zehn Tote stehen auf der Liste, davon neun mit Wurzeln im Ausland, 8 Türken, ein Grieche und eine deutsche Polizistin.  Im Verlauf wurden während der Veranstaltung in Berlin 12 Kerzen angezündet, 10 für die bekannten Opfer des „Nationalsozialistischen Untergrunds“, eine für alle „bekannten und unbekannten Opfer rechter Gewalt“ und eine als Kerze der Hoffnung. Ausdrücklich entschuldigte sich Frau Merkel bei den Angehörigen, diese waren im Rahmen der Ermittlungen teilweise selbst unter Verdacht gestanden an den Mordtaten beteiligt gewesen zu sein. Ihrer Bitte um Verzeihung antworteten Angehörige der Opfer. Die sozialistische Tageszeitung „neues deutschland“ titelt dazu „Bitte keine Entschädigung„.

Also Kerzen für die Opfer, eine Kerze davon für die „übrigen“ Opfer rechtsextremer Gewalt. Mancher erinnert sich an ausländerfeindliche Unruhen in Hoyerswerda und Rostock zu Beginn der 90er Jahre, die rechtsextremen Brandanschläge in Mölln und Solingen, die Berichte über die in Strassen- und U-Bahn angegriffenen, beleidigten und geschlagenen Ausländer. Nach Solingen weigerte sich der damalige Kanzler der Bundesrepublik, Herr Kohl, den Tatort aufzusuchen, er lehne den „Beileidstourismus“ anderer Politiker ab.

Um 12:00 Uhr sollte eine bundesweite Schweigeminute stattfinden, dazu wurde u.a. von Gewerkschaften und Arbeitgebern aufgerufen. In Berlin und Hamburg standen Teile des öffentlichen Verkehrs still.  Ich habe gestern nachmittag mal Personen an öffentlichen Orten einer deutschen Kleinstadt befragt. Entweder wussten sie gar nichts davon und/oder waren der Meinung dass sie das nichts anginge. Wie steht es nun im Artikel bei SPIEGELOnline: „Ein Land verneigt sich vor den Opfern des Neonazi-Terrors„. Ein Land verneigt sich? Zumindest einige Volksvertreter, aber die Bevölkerung des Landes? Waren doch die „Dönermorde“, was kümmert einen der Tod der Ausländer? Im Tagesspiegel stand im Januar ein Artikel über eine Sonderkommission „Bosporus„, der ehemalige Leiter dieser SOKO begreift nicht warum ihm damals Hintergrundwissen des Verfassungsschutzes unbekannt geblieben ist.

Die Bundeskanzlerin, Frau Merkel, hat nun eine vollständige Aufklärung der Geschehnisse angekündigt. Man darf gepannt sein was da weiteres an Sumpf aus Verfassungsschutzkreisen ans Licht kommt…und wen es denn interessiert im Land des alltäglichen Rassismus.

Frau Merkel musste übrigens einspringen, der ursprünglich geplante Hauptredner, Herr Bundespräsident Wulff ist ja nun a.D. und für derartige Festakte nicht mehr geeignet, hat er doch nachhaltig das Vertrauen in sein Amt und die Politik beschädigt.

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